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Als er aus den Tiefen des Weltalls taucht, ist schnell klar, dass es sich um einen neuen und übermächtigen Gegner handelt, der nicht nur New York, sondern die ganze Welt bedroht: der Silver Surfer.
Nachdem an verschiedenen Orten der Welt immer mehr seltsame Vorkommnisse verzeichnet werden, bittet der US-Army General Hager (Andre Braugher) den brillanten Wissenschaftler Reed Richards / Mr. Fantastic (Ioan Gruffudd) um Hilfe. Er soll ein System entwickelt, mit dem man das - noch unbekannte - fliegende Wesen per Satellit orten kann. Auf einer Art ist er für dieses Projekt sofort Feuer und Flamme und würde sich am liebsten sofort in die Arbeit stürzen - doch seine Hochzeit mit Susan Storm / Invisible Woman (Jessica Alba) steht kurz bevor und es gibt dafür noch so viel zu erledigen. Also lehnt er den Auftrag der Army ab - sehr zum gefallen seiner Braut.
Dennoch lässt ihn das Ganze nicht kalt und er entwickelt heimlich das von der Army gewünschte Ortungssystem. Ausgerechnet während der Hochzeitszeremonie schlägt der Sensor Alarm und wenig später taucht auch der Silver Surfer in New York City auf. Dadurch, dass er Materie problemlos durchdringen kann, richtet er allerlei Schaden an. Susan´s Bruder, Johnny Storm / Human Torch (Chris Evans), nimmt sofort die Verfolgung auf und kommt auch an den mysteriösen Besucher aus dem All heran. Doch nach einem kurzen Gefecht kann der Silver Surfer Johnny hoch über den Wolken außer Gefecht setzen.
Nachdem Reed Richards einige Untersuchungen an Johnny vorgenommen hat, stellt er fest, dass sich dessen DNA durch die Berührung mit dem Silver Surfer verändert hat. Ab nun kann er kurzzeitig die Superkräfte seiner Kollegen mit der seinigen tauschen - was insbesondere Ben Grimm / The Thing (Michael Chiklis) sehr erfreut - wenn auch nur ganz kurz.
Als es auf der Welt zu immer mehr Erscheinungen und seltsamen Phänomenen durch den Silver Surfer kommt, machen sich die Fantastic Four auf um die Erde zu retten. Dabei erkennen sie nicht nur, dass der Silver Surfer eher unter der Fuchtel des Herrschers Galactus steht und für ihn als Erkunder fungiert, sondern sie machen auch wieder die Bekanntschaft mir ihrem Erzfeind Dr. Doom (Julian McMahon)…
Der Silver Surfer gab 1966 sein Debüt in der Ausgabe #48 der “Fantastic Four”-Comics. Stan Lee und Jack Kirby hatten den “Sky-Rider of the Spaceways” bereits in den frühen 60er Jahre erfunden. Schon kurz nach seinem ersten Auftritt wurde er schnell zu einer festen und beliebten Größe des Marvel Universums. Anfangs tauchte er regelmäßig in den “Fantastic Four”-Heften auf und wenig später bekam er eine eigene, nach ihm benannte Comicreihe.
Als Vorbote von Galactus, einer Furcht einflößenden und ganze Universen verschlingenden Kreatur, sucht er nach neuen Planeten, die sich dieser einverleiben kann. Um seine eigene Welt vor diesem Schicksal zu retten, trat der Silver Surfer einst in Galactus Dienste und streift seither auf seinem von kosmischer Energie betriebenen Board durch die Galaxien und gilt dadurch als einer der interessantesten und innerlich zerissensten Geschöpfte des Marvel-Universums.
Der Silver Surfer, dessen eigentlicher Name Norrin Radd ist, hat die Fähigkeit die kosmischen Energieflüsse des Universums zu absorbieren und zu manipulieren. Obendrein ist er ungewöhnlich stark und beinahe unzerstörbar. Er vermag gleichermaßen durch Raum und Hyperraum zu reisen und kann dimensionale Grenzen überwinden. Mit Hilfe seines Boards kann er grenzenlose Geschwindigkeiten erreichen und ist sogar zu Zeitreisen in der Lage. Er hält sich durch die bloße Umwandlung von Materie in Energie am Leben und benötigt weder Essen noch Trinken und auch keinen Schlaf. Das Board ist seine Ernergiequelle, die aus demselben undurchdringbaren, silbernen Material wie seine Haut besteht.
Wie auch der Silver Surfer haben die Fantastic Four ihren Ursprung in den 60er Jahren. Die Comicserie, die von Stan Lee und seinem Co-Autor Jack Kirby geschaffen wurde, startete im November 1961.
Der Produzent Bernd Eichinger sicherte sich bereits Mitte der 80er Jahre die Rechte an dem ungewöhnlichen Superhelden Team und an dem Silver Surfer. Damals war die Tricktechnik noch lange nicht soweit um so einen Film passabel auf die Leinwand zu zaubern. 1994 entstand tatsächlich ein Film mit dem Titel “The Fantastic Four” und dieser wurde mit einem Mini-Budget von 1,5 Mio $ gedreht. Regie führte damals Oley Sassone und die Fantastic Four wurden von Alex Hyde-White (Mr. Fantastic), Jay Underwood (Human Torch), Rebecca Staab (Invisible Girl) und Michael Bailey Smith (The Thing) gespielt. Allerdings wurde der Film nur ein einziges Mal für Marvel Comics vorgeführt und verschwand danach in den Archiven. Weder der Regisseur noch die Darsteller wussten damals über Eichingers Absichten Bescheid, denn dieser Film entstand eigentlich nur, damit er die Rechte daran nicht verliert.
Dank neuerlicher Entwicklung der Tricktechnik ist es nun endlich möglich, diese einmalige und rasante Geschichte in erstklassiger CGI-Qualität auf die große Leinwand zu bringen.
Der erste Film über die Superhelden kam unter dem Titel “Fantastic Four” 2005 in die Kinos. Regie führte damals Tim Story, der zuvor Filme wie zum Beispiel “Barbershop” oder “New York Taxi” gedreht hatte. Für das Drehbuch zeichneten sich zum einen Mark Frost (u.a. einer der Schöpfer der TV-Serie “Twin Peaks”) und zum anderen Michael France (u.a. Drehbuch zu “Hulk” und “The Punisher”) verantwortlich.
Der Film spielte am ersten Wochenende nach dem US-Kinostart gleich 56 Mio $ ein und belegte damit hinter “Star Wars Episode III” und “Krieg der Welten” zunächst den dritten Platz der am erfolgreichsten gestarteten Filme des Jahres 2005. Insgesamt spielte der erste Teil ca. 330 Mio $ ein und spielte somit das Budget von ca. 100 Mio $ locker wieder ein - dennoch war er lange nicht so kommerziell erfolgreich wie die beiden Marvel-Blockbuster “Spider-Man” (2002) oder “X-Men” (2000).
Zwei Jahre nach “Fantastic Four” kam mit “Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer” die Fortsetzung in die Kinos. Regie führte abermals Tim Story und auch der Autor Mark Frost war wieder an der Story und dem Drehbuch beteiligt. Ihm zur Seite standen zusätzlich noch John Turman (Co-Autor Story) und Don Payne (Co-Autor Drehbuch).
Auch die Fantastic Four waren mit Ioan Gruffudd (Mr. Fantastic), Jessica Alba (Invisible Woman), Chris Evans (Human Torch) und Michael Chiklis (The Thing) wieder gleich besetzt. An ihrer Seite agierte ebenfalls wieder Julian McMahon als Erzfeind Victor von Doom.
Der Silver Surfer wurde mit Hilfe eigens für den Film entwickelter CGI-Programme realisiert. Der Schauspieler Doug Jones, der unter anderem in Guillermo del Toro´s Comic-Verfilmung “Hellboy” den Abe Sapien gespielt hatte, diente dabei als Motion-Capturing Vorlage - seine tiefe Stimme stammt aber im Original allerdings von Laurence Fishburne.
Stan Lee, der auch als Produzent bei beiden Filmen tätig war, hat auch hier in der Fortsetzung wieder einen amüsanten Cameo-Auftritt: Auf der Hochzeitsfeier taucht er als Gast auf und gibt sich als “Stan Lee” aus - allerdings bekommt er das vom Türsteher nicht geglaubt und ihm wird daraufhin der Zutritt verweigert.
20th Century Fox hatte “4: Rise of the Silver Surfer” - so der Originaltitel des Films - am 15. Juni 2007 in die US-Kinos gebracht. Schon am ersten Wochenende spielte der Film rund 57 Mio $ ein und überholte den ersten Teil damit knapp.
In Deutschland übernahm Constantin Film - die auch maßgeblich an der Produktion des Films beteiligt waren - den Verleih. Nach einigen hin und her Verschiebungen (14. August / 2. August / 9. August) kam der Film dann endlich am Dienstag, den 14. August 2007, in die deutschen Kinos. Einer der Gründe für die Verschiebung war Michael Bay´s “Transformers”, der in Deutschland am 1. August 2007 in den Kinos startete.
Die Deutschland-Premiere fand schon am 20. Juli 2007 in Berlin statt. Als Stargäste waren sowohl Mr. Fantastic Darsteller Ioan Gruffudd als auch Invisible Woman Darstellerin Jessica Alba anwesend.
Knapp vier Monate nach dem Kinostart folgte am 14. Dezember 2007 von Constantin Film bereits die DVD-Veröffentlichung.
Die Single-Disc-Version - die mir für dieses Review zur Verfügung stand - enthält als Extra die drei Audio-Kommentare - leider nur im O-Ton ohne deutsche Untertitel -, eine 6,5-minütige Behind-the-Scenes-Featurette und die obligatorische Trailershow. Wer mehr Extra haben will, sollte zur Premium Edition greifen, dort gibt’s, neben den schon genannten Extras, zusätzlich noch eine 46-minütige Doku zu den Dreharbeiten, das 20-minütige Making of, Extended & Deleted Scenes, ein animiertes Storyboard, Interviews mit den Darstellern, dem Regisseur und dem Produzenten Bernd Eichinger und die Darstellerinfos als Text Tafeln. Wem dies immer noch nicht genug ist, der hätte damals gleich zur limitierten Silver-Surfer-Edition greifen sollen, die es exklusiv bei amazon.de gibt. Diese Edition, die neben der Premium Edition auch noch eine Figur des Silver Surfers enthält, hatte schon zum DVD-Release mit knapp 44,- € einen stolzen Preis - der aktuell schon bei 77,- € liegt - somit dürfte das Ganze nur für wirklich eingefleischte Fans oder Verpackungs-Fetischisten - (wie mir) - etwas sein.
Den ersten Teil zu “Fantastic Four” hatte ich damals im Kino und später auf DVD gänzlich ignoriert - keine Ahnung mehr warum. Erst, als ich die Single-Disc-Version zum absoluten Nice Price in unserem örtlichen Alpha Tecc entdeckte, hatte ich einen Blick riskiert und war eigentlich schon recht begeistert von dem Film. Kurze Zeit später wechselte ich diese recht spärlich ausgestattete DVD-Version gegen die schicke Premium Edition mit vielen Extras.
Somit war es dann eigentlich selbstverständlich, dass ich mir die Fortsetzung gleich im Kino ansehen würde und nicht erst auf die DVD-Veröffentlichungen warten würde. Am 1. September 2007 - also knapp zwei Wochen nach dem offiziellen Kinostart - hatten meine Freundin und ich uns den Film dann auch hier im Waiblinger Traumpalast angesehen. Der Film lief damals schon in einem der kleineren Säle und war trotzdem noch recht gut besucht.
Mir persönlich hat die Fortsetzung recht gut gefallen - ok, der Film ist kein Überflieger und kommt auch nicht unbedingt an Michael Bay´s “Transformers” ran, aber zumindest hat er mir um einiges besser gefallen als “Spider-Man 3″ - eine der wenigen großen Enttäuschungen des Kinojahres 2007 für mich persönlich.
Trotz seiner knapp 90 Minuten empfand - und empfinde ich nach wie vor - “Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer” für etwas zu langatmig. Einige Szenen ziehen das ganze eigentlich nur unnötig in die Länge. Die Effekte sind dafür schon sehr gut gelungen - was man bei einer 130 Mio $ Produktion ja auch erwarten kann - insbesondere die Szenen mit dem Silver Surfer sind eine Augenweide. Am besten von den Fantastic Four-Charakteren gefällt mir nach wie vor Ben Grimm a.k.a. The Thing, der eindrucksvoll von Michael Chiklis dargestellt wird, der mir auch sehr gut in der TV-Serie “The Shield” gefällt.
Laut der IMDb.com ist für 2009 ein eigenständiger Film über den Silver Surfer angekündigt. Für den Part des Regisseurs ist dabei Alex Proyas im Gespräch, der uns schon mit großartigen Filmen wie “The Crow” (1994), “Dark City” (1998) und “I, Robot” (2004) beglückte - man darf auf jeden Fall gespannt sein.
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