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Ein Jahr zuvor war die Welt von Kale (Shia LaBeouf) noch in Ordnung. Er, seine Mutter Julie (Carrie-Anne Moss) und sein Dad Daniel (Matt Craven) waren eine glückliche Familie - bis diese heile Welt durch einen schweren Verkehrsunfall ins Wanken geriet. Kale, der damals am Steuer saß, fühlt sich für den Tod seines Vaters mit verantwortlich. Aus dem einst so fröhlichen Teenager ist inzwischen ein introvertierter Junge geworden.
Als er eines Tages von seinem Spanischlehrer recht unsensibel auf den Tod seines Vaters angesprochen wird, brennen bei Kale die Sicherungen durch und er schlägt ihn nieder. Allein der Einsatz seiner Mutter rettet ihn vor dem Gefängnis. Es gibt nur ein Problem: Kale darf das Haus nicht verlassen, denn das Gericht verurteilte ihn zu drei Monaten Hausarrest. Überwacht wird das ganze von einer Fußfessel, die sofort Alarm schlägt wenn er sich weiter als 30 Meter von der Basisstation im Haus entfernt.
Anfänglich vertreibt er sich seine ´Freizeit´ mit Videospiele, Internet, Fastfood und Kabel-TV. Doch als seine Mutter ihm den X-Box-Live-Zugang und sein iTunes-Konto kündigt und obendrein noch das Stromkabel seines Fernsehers kappt, ist es auch damit vorbei.
Glück für ihn, dass nebenan die attraktive Ashley (Sarah Roemer) einzieht. Alsbald beginnt er sie und seine Nachbarn auszuspionieren. Unterstützt von seinem Freund Ronnie (Aaron Yoo) und wenig später auch von Ashley, die Kales Beobachtungen schnell registriert hat und neugierig geworden ist.
Als Kales eines Abends in den Nachrichten von einem Serienmörder hört, der sich in der Gegend herumtreibt und einen Ford Mustang fährt, versucht er Parallelen zu seinem mysteriösen Nachbarn Robert Turner (David Morse) zu ziehen. Nachdem die drei Teenager den Nachbarn eine Weile beobachtet haben, sind sie sicher das Mr. Turner der gesuchte Serienmörder ist.
Aber wer wird einem straffälligen Jugendlichen glauben, der der örtlichen Polizei schon mehrfach unangenehm aufgefallen ist? Vielleicht spielt ihm ja auch seine überbordende Fantasie einen Streich? Also nehmen die drei Teenager die Ermittlung selbst in die Hände…
Der Titel des Films “Disturbia” ist ein Kunstwort, das von “disturb” (engl. “stören”) und “Suburbia” (engl. “Vorstadt”) abgeleitet ist.
Das Drehbuch zu diesem Suspense-Thriller stammt von Christopher B. Landon (Story + Drehbuch) und von Carl Ellsworth (Drehbuch). Landon - Jahrgang 1975 - schrieb 1997 gemeinsam mit Stephen Chin das Skript für den Film “Another Day in Paradise”, der von Regisseur Larry Clark mit James Woods und Melanie Griffith in den Hauptrollen verfilmt wurde. Zehn Jahre später schrieb er gemeinsam mit Ehren Kruger das Drehbuch zur düster-gefühlvollen Werwolf-Romanze “Blood and Chocolate”, mit der die deutsche Regisseurin Katja von Garnier ihr US-Regiedebüt gab.
Carl Ellsworth war vor “Disturbia” unter anderem als Drehbuchautor für einige wenige Folgen zu den TV-Serien “Buffy - Im Bann der Dämonen” und “Xena” tätig. 2005 schrieb er gemeinsam mit Dan Foos das Drehbuch zu Wes Craven´s spannenden Thriller “Red Eye” mit Rachel McAdams und Cillian Murphy in den Hauptrollen.
Regisseur D.J. Caruso hat sich bislang einen guten Namen als TV-Regisseur gemacht. Er führte unter anderem 1998 bei dem TV-Film “Black Cat Run - Tödliche Hetzjagd” Regie, zu dem Frank Darabont (u.a. Regie zu “The Green Mile” + “Der Nebel”) das Drehbuch schrieb. Ebenso war Caruso bei einigen bekannten TV-Serien als Regisseur tätig, darunter “Dark Angel”, “Smallville” und auch “The Shield”.
2002 gelang ihm mit dem faszinierenden Neo-Noir-Thriller “The Salton Sea” der große Durchbruch. Dieser Film fiel vor allem durch Val Kilmers exzellente Schauspielleistung und dem besonderen visuellen Stil auf. Zwei Jahre später inszenierte er den Mystery-Thriller “Taking Lives” mit Angelina Jolie und Ethan Hawke in den Hauptrollen.
Aktuell dreht D.J. Caruso gerade den Thriller “Eagle Eye” bei dem wieder Shia LaBeouf die Hauptrolle spielen wird und in den Nebenrollen unter anderem Michelle Monaghan, Rosario Dawson und Billy Bob Thornton zu sehen sind. Der Film soll laut aktuellen Informationen im Spät-Sommer 2008 in die deutschen Kinos kommen.
Shia LaBeouf - Jahrgang 1986 - zählt aktuell zu den Shooting Stars von Hollywood und gehört trotz seines jungen Alters bereits jetzt zur Liga der gefragtesten Darsteller in der Branche.
Zu seinen bisherigen Filmen zählen unter anderem “3 Engel für Charlie - Volle Power” (2003), “I, Robot” (2004), “Constantine” (2005) und natürlich das gewaltige Action-Abenteuer “Transformers” von Regisseur Michael Bay. Ab dem 22. Mai 2008 wird er an der Seite von Harrison Ford im neuesten Indiana Jones Abenteuer “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” von Regisseur Steven Spielberg zu sehen sein.
Die Kanadierin Carrie-Anne Moos dürfte vor allem Action-Fans ein Begriff sein. Von 1999 - 2003 spielte sie an der Seite von Keanu Reeves die Rolle der Trinity in der enorm erfolgreichen “Matrix”-Trilogie der Wachowski-Brüder. Aber auch davor, zwischendrin und danach war sie in einigen bekannten und guten Filmen zu sehen. Wie z.B. 1996 in dem kanadischen Action-Thriller “Sabotage - Dark Assassin” an der Seite von Mark Dacascos. 2000 in Christopher Nolan´s genialen Mystery-Thriller “Memento” und im gleichen Jahr auch in Lasse Hallström amüsanter Romanze “Chocolat”.
2006 spielte Carrie-Anne Moos an der Seite von Billy Connelly, Dylan Baker und Tim Blake Nelson in Andrew Currie´s Zombie-Komödie “Fido” die Hauptrolle.
Ihr neuester Film, das Drama “Fireflies in the Garden”, wird auf der 58. Berlinale seine Weltpremiere feiern und dann im Laufe des Jahres von Senator Film in die deutschen Kinos kommen.
David Morse - ein vielseitiger Schauspieler, der sein großes Talent schon in Film, Fernsehen und auf der Bühne unter Beweis stellen konnte - ist seit seinem Schauspieldebüt 1980 in Richard Donner´s vielgelobten Drama “Inside Moves” in zahlreichen kleineren und größeren Rollen immer wieder zu sehen. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen unter anderem Michael Bay´s “The Rock - Fels der Entscheidung” (1996), Renny Harlin´s “The Long Kiss Goodnight - Tödliche Weihnachten” (1996), “Verhandlungssache” (1998), “The Green Mile” (1999), Lars von Trier´s “Dancer in the Dark” (2000) und Richard Donner´s “16 Blocks” (2006).
Sarah Roemer, die hier die Rolle der Ashley spielt, gab 2006 im Horror-Remake “Der Fluch - The Grudge 2″ ihr Debüt. Dort spielt sie den Part der amerikanischen Studentin Lacey, die ein Opfer des Fluches wird.
DreamWorks Pictures hatte “Disturbia” schon im April 2007 in die amerikanischen Kinos gebracht. In Deutschland feierte der Thriller auf dem beliebten Fantasy Filmfest im Sommer seine Premiere, bevor er am 20. September 2007 offiziell in den deutschen Kinos anlief.
Die deutsche DVD kam am 24. Januar 2008 in den Verleih und am 7. Februar soll dann auch die Verkaufs-Version in den Handel kommen. Von der Ausstattung und den Extras her werden beide DVDs aber identisch sein. Seltsamerweise wird es - zumindest nach aktuellem Stand - in Deutschland nur eine DVD-Version des Films geben, während “Disturbia” sowohl in den USA als auch in England parallel auf HD-DVD und auf Blu-ray-Disc (nur USA) veröffentlicht wurde.
Nach einlegen der DVD laufen vorab die Trailer zu “Transformers” (auch mit Shia LaBeouf), “Hot Rod”, “Nach 7 Tagen - Ausgeflittert” (ab 14. März 2008 auf DVD) und zu Marc Forster´s Drama “Drachenläufer” (seit 17. Januar 2008 in den deutschen Kinos) automatisch ab.
Als Haupt-Extra gibt es den Audio-Kommentar mit Regisseur D.J. Caruso, Hauptdarsteller Shia LaBeouf und Sarah Roemer - der löblicherweise wie alle anderen Extras auch mit deutschen Untertiteln versehen ist.
Das Feature “The Making of Disturbia” hat eine Laufzeit von knapp 15 Minuten und enthält weitestgehend nur Szenen aus dem Film und diverse Statements von Cast & Crew. Hinter dem Punkt “Entfernte Szenen” befinden sich vier Deleted Scenes mit einer Gesamtlaufzeit von ca. vier Minuten, die es letztendlich nicht mehr in den fertigen Film geschafft haben - völlig zu Recht, denn die hätten das ganze nur noch weiter unnötig in die Länge gezogen.
Als weitere Extras gibt’s dann noch ein paar witzige Outtakes (ca. 1,5 Minuten), das Musik-Video “Don´t Make me Wait” von This World Fair, eine Foto Galerie und den Kino Trailer zum Film. Desweiteren hat es ein kleines interaktives Feature, das “Serial Pursuit Trivia Pop-up Quiz”, welches sich via Untertitel im Film ab und an zuschaltet.
Ich hatte “Disturbia” damals auf dem Fantasy Filmfest absichtlich vernachlässigt, obwohl er mich sehr interessierte - aber der deutsche Kinostart war ja nur knapp zwei Monate später und daher gab es auf dem Festival für mich wichtigere Filme zu sehen. Aus irgendwelchen Gründen hatte ich es damals auch nicht ins Kino geschafft und musste somit zwangsläufig auf die DVD warten - die ja heute in den meisten Fällen nur vier Monate später erscheint - daher fiel das warten nicht sonderlich schwer.
Nachdem ich den Film nun auf DVD gesehen habe, ärgere ich mich nicht sonderlich ihn damals auf dem Festival, bzw. später im Kino verpasst zu haben. Der Film ist nicht schlecht, aber ich hätte mir lieber einen schönen durchweg spannenden Thriller gewünscht und keinen Genre-Mix aus Thriller, Komödie und Romanze. “Disturbia” plätschert die überwiegende Zeit vor sich her und zieht leider erst am Ende die Spannungsschraube etwas mehr an.
Die Darsteller sind gut ausgewählt und machen ihre Sache im Grunde recht gut - wenn auch Shia LaBeouf für mich nix besonderes hat. Am besten hat mir zweifelsohne David Morse als schmieriger und mysteriöser Nachbar Mr. Turner gefallen - am wenigsten dagegen Carrie-Anne Moos. Was bei ihr aber in erster Linie daran liegt, dass ich sie mir in der Mutter-Rolle nur schwerlich vorstellen kann - denn wenn ich an Carrie-Anne Moos denke habe ich sie halt als Trinity im knallengen Latexanzug vor Augen *shy*.
Also wie gesagt, der Film ist nicht übel und auch sehenswert, aber nicht unbedingt ein Must-see Film! Die DVD von DreamWorks Home Entertainment geht absolut in Ordnung, auch wenn sich die Extras auf der Cover-Rückseite üppiger anhören, als sie im Endeffekt eigentlich sind - aber für so einen Film im Grunde völlig ausreichend.
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